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Ökologische Gewässerumgestaltungen

Die europäische Wasserrahmenlichtlinie gibt vor, innerhalb der nächsten Jahre einen guten ökologischen und chemischen Zustand der Oberflächengewässer zu erreichen.

In den vergangenen Jahrhunderten wurden viele Gewässer anthropogen verändert, indem die Fluss- und Bachläufe begradigt, Böschungen massiv mit Wasserbausteinen gesichert und die ehemaligen Gewässerauen vielerorts durch seitliche Dämme abgetrennt wurden. Viele Gewässer weisen daher nur noch wenige natürliche Gewässerabschnitte auf. Bei der ökologischen Gewässerumgestaltung ist eines der wichtigsten Ziele, einem Fließgewässer ausreichend Raum zu geben, damit es sich durch Eigendynamik frei entwickeln kann. Ziel ist die Schaffung eines artenreichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere. Der naturnahe Wasserbau bedient sich bei der ökologischen Gewässerumgestaltung / Renaturierung dabei der eigendynamischen Entwicklung oder entsprechender Bauweisen und Materialien, wie sie natürlicherweise auch so im Gewässer vorkommen.

Das Ziel liegt vorzugsweise darin, durch möglichst geringe Eingriffe oder Einbauten die eigendynamische Entwicklung des Gewässers zu aktivieren und so die Gewässerstruktur zu verbessern. Zum Einsatz kommen u.a.:

  • Einbau von Strukturelementen, z.B. Wurzelstöcke, Raubäumen, Buhnen, etc.
  • Einbringung von Totholz
  • Anlegen von Altgewässern
  • Revitalisierung alter Auen
  • Laufveränderung begradigter Gewässer durch Mäandrierung
  • Herstellung der Durchgängigkeit
  • Anlage von Gewässerrandstreifen
  • Schaffung von Fischunterständen
  • Sicherungsmaßnahmen möglichst nur mit ingenieurbiologischen Bauweisen
  • Standortgerechte Bepflanzung

 

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